Anmelden
10.02.2019U21

U21 verliert deutlich gegen Tabellenführer – zeigt aber viel Charakter

Die U21 von Aargau United nutzte die drei spielfreien Wochen, um sich mit intensiven Trainings unter der Woche sowie einem zusätzlichen Sonntagtraining auf den Rest der Saison vorzubereiten. Viel steht auf dem Spiel, schliesslich können die Vereinten mit guten Leistungen und ein wenig Schützenhilfe die Playouts noch verhindern. Als erster Gegner der „Mission Ligaerhalt“ traf UAU jedoch ausgerechnet auswärts auf den souveränen Tabellenführer Floorball Fribourg.

 

Starkes Stardrittel mit drei Schwachen Minuten

 

Die Vorgabe des Trainerteams war klar: Hinten kompat stehen und nach vorne Nadelstiche setzen und die sich bietenden Chancen eiskalt ausnutzen. So startete die Mannschaft auch ins Spiel. Bereits in der dritten Minute konnte Leisinger auf Pass von Etter den Führungstreffer für die Aargauer erzielen – ein Start nach Mass. Auch in der Folge spielte UAU gut mit, neutralisierte den Gegner weitestgehend und konnte sich nach vorne einige gute Chancen erarbeiten. Gisler traf jedoch zweimal nur Aluminium, bevor er in der 16. Minute den Ball über die Linie stocherte und zum 2:0 für UAU erhöhte. Fribourg stellte danach jedoch für eine kurze Zeit auf zwei Linien um und wechselte ein erstes Mal NLB-Talent Loris Roulin ein, welcher innert 20 Sekunden (!) zwei Tore für das Heimteam erzielte. Dies führt leider zu einem kurze Einbruch der Aargauer, welcher zu drei weiteren Gegentreffern in den folgenden drei Minuten führte. So musste UAU trotz fulminantem Start mit einem drei-Tore-Rückstand in die Pause.

 

Charakterleistung

 

Die Geschichte des zweiten und dritten Drittels ist relativ schnell erzählt: Fribourg war spielerisch überlegen, hatte viel Ballbesitz und versuchte die Aargauer in der eigenen Hälfte einzuschnüren. Die Spieler liessen sich davon jedoch keineswegs demoralisieren, sondern hielten mit aller Kraft dagegen, blockten Schüsse, klärten Bälle und kreierten regelmässig gute Konterchancen. Leider fehlte in dieser Phase bei den Aargauern schlicht die Effizienz. Keusch (im 2. Drittel) sowie Leisinger (im 3. Drittel) steuerten je einen weiteren Aluminiumtreffer bei, Gisler (im 3. Drittel) scheitere beim Strafstoss und diverse Spieler vergaben aus besten Positionen.  Nur Yanik Etter, der zurecht zum besten Spieler der Vereinten ausgezeichnet wurde, schaffte es kurz vor Ende des zweiten Drittel den stark aufspielenden Fribourger Torhüter zum zwischenzeitlichen 3:7 zu bezwingen.

 

Die Fribourger auf der anderen Seite zeigten sich vor dem Tor enorm kaltblütigen und erzielten dadurch sowohl im 2. als auch im 3. Drittel je zwei Tore. Obwohl das Resultat am Schluss deutlich ist, kann man die Charakterleistung der Aargauer nicht genug loben. Viele andere Mannschaften hätten sich nach einem solchen Einbruch im ersten Drittel nur schwer fangen können, die Spieler kämpften jedoch bis zum Schluss und konnten so den Schaden in Grenzen halten. In einer Gruppe, in der die Playout-Plätze am Schluss über das Torverhältnis entschieden werden könnten, ist eine derartige Leistung eminent wichtig.

 

Nun gilt es nach vorne zu schauen. Bereits am nächsten Sonntag steht das entscheidende Spiel gegen Eggiwil an. Können die Vereinten drei Punkte aus dem Emmital mitnehmen, ist weiterhin ein Vermeiden der Playouts möglich.