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12.02.2019Herren 1

Playouts definitiv kein Thema mehr

Unihockey Aargau United gelingt es mit einem 6:5 Sieg gegen die Racoons Herzogenbuchsee im drittletzten Spiel die drohenden Playouts abzuwenden. Mit den drei Punkten im Gepäck startet die Jagd auf das vordere Mittelfeld.

Spannende Ausgangslage

Bei Unihockey Aargau United plante zwar kaum jemand mit dem Gang in die Playouts, aber rein rechnerische wäre dies vor dem drittletzten Spiel der laufenden Saison am Samstag noch möglich gewesen. Die Vereinten hatten sieben Punkten Vorsprung auf einen Playout Platz. Auf eben diesem befanden sich die Racoons Herzogenbuchsee, welche am Samstagabend in Bremgarten auf Aargau United trafen. Da die Waschbären aus Bern alle ihrer drei letzten Spiele gewinnen müssten um sich noch aus den Playouts zu retten, lag der Druck ganz klar auf dessen Seite. Den etwas besseren Start in die Partie erwischte jedoch das Heimteam. Dieser Blitzstart beschränkte sich jedoch nur auf die ersten Spielsekunden.  Danach begannen die Oberaargauer zu zeigen, dass sie sich nicht so leicht geschlagen geben. Bereits in den ersten Spielminuten rettete die Torumrandung Unihockey Aargau United zwei Mal vor einer Rücklage. Das hohe Pressing der Gäste irritierte die Vereinten und es resultierten viele Ballverluste. Einzig André Renggli im Tor von United war bereits voll im Spiel angekommen und verhinderte eine frühe Rücklage. Entgegen dem Spielverlauf erzielte das Heimteam das 1:0. Dies war allerdings schön herausgespielt, mit einem perfekten Pass lancierte Schär den freistehenden Captain Trümpi. Unbeirrt vom Gegentreffer blieben die Gäste aber hartnäckig und forcierten mit dem hohen Pressing tatsächlich einen Ballverlust der Aargauer mitten vor derer Tor, welcher zum Ausgleich führte. Den Schwung nahm auch der nächste Block der Racoons gleich mit. Innert weniger Sekunden erzielten dieser durch einen Weitschuss und den folgenden Abpraller das 1:2. Schlag auf Schlag ging es weiter. Es folgten einige schnelle Konter auf beide Seiten. Bei einem Angriff des Heimteams konnte Müller nicht mehr bremsen und mit ihm fiel das gegnerische Tor um. Da der Ball jedoch spielbar blieb, lief das Spiel weiter. Das Berner Tor stand kaum wieder, als Dubach bereits wieder darauf zu stürmte und mit einem präzisen Schuss zum 2:2 einschoss. Die Verteidigungsarbeit bei United war aber weiterhin unkonzentriert. Erneut ging ein Ball durch mangelnde Konsequenz an die Gegner verloren. Diese liessen sich diese Chance nicht entgehen. Mit einem gefühlvollen Pass und einem satten Schuss unter die Latte stellten sie vor der ersten Pause die Führung wieder her.

Offener Schlagabtausch

Im Mitteldrittel kam Aargau United dann besser klar mit dem Pressing des Gegners. Weiterhin blieb das Spiel für die Zuschauer sehenswert, da es auf beiden Seiten nicht an Torschüssen mangelte. Als für einmal das Heimteam dem Gegner in der Mittelzone den Ball abluchsen konnte, war es erneut Dubach, welcher mit einem geradlinig geführten Konter den erneuten Ausgleich zum 3:3 erzielte. Danach zeigten sich vor allem die Torhüter von der besten Seite, bis es kurz vor Ende des Mitteldrittels zu weiteren drei Toren kam. Zuerst erkämpften sich die Aargauer erneut den Ball in der Spielfeldhälfte und Fuchs zimmerte diesen danach mit einem Weitschuss von der Seite in die obere Ecke. Praktisch im Anschluss war die Führung für die Gastgeber aber schon wieder Geschichte. Bei einem abgelenkten Schuss von Herzogenbuchsee war Schlussmann Renggli machtlos. Die Gäste drückten mächtig auf eine erneute Führung und erneut verhinderte der Pfosten eine solche. Nur noch wenige Sekunden waren es bis zur letzten Pause, als es wieder Renggli war, welcher ein Tor verhinderte. Unbeirrt von einem lamentierenden Herzogenbuchsee Spieler direkt neben ihm, warf er den Ball weit in die gegnerische Hälfte zu Soldera, welcher praktisch mit der Sirene den Ball zum 5:4 einschoss.

Vierter Platz in Reichweite

Im letzten Drittel startete Aargau United klar besser und die Mannschaft von Trainer Bongaards erarbeitete sich gefährliche Tormöglichkeiten. Durch eine Standardsituation konnte das Heimteam ein erstes Mal an diesem Abend mit zwei Toren in Vorsprung gehen. Bei einem Freistoss in der gegnerischen Ecke kam Roger Strebel gerade von der Bank und schlich sich in den Slot, von wo aus er freistehend das 6:4 erzielte. Auch ein weitere Führungsausbau wäre in der Folge nicht unverdient gewesen. Zehn Minuten vor Spielschluss bäumten sich die Waschbären noch ein letztes Mal auf und erzielten den 6:5 Anschlusstreffer. Danach stürmten sie unentwegt auf das Aargauer Tor, aber selbst mit der Ersetzung des Torhüters ohne Erfolg. Damit stand der Sieg für Unihockey Aargau United fest. Mit den drei erspielten Punkte vergrössert sich der Abstand von Aargau United auf Herzogenbuchsee auf zehn Punkte und die Racoons ihrerseits müssen mit der Plannung der Playouts beginnen. In diesen gilt es sich gegen einen 3.Ligisten zu bewähren um die Spielklasse zu halten. Auf der anderen Seite kann sich Unihockey Aargau United im engen Mittelfeld wieder etwas mehr nach vorne orientieren. Der vierte Rang liegt mit nur zwei Punkten Abstand in Reichweite. In den letzten zwei Spielen trifft Unihockey Aargau noch auf zwei schlechter platzierte Teams. Als erstes am kommenden Samstag um 19:00 in Windisch auf die Powermäuse Brugg.

Matchtelegramm:

Unihockey Aargau United – Racoons Herzogenbuchsee 6:5 (2:3, 3:1, 1:1)
Sporthalle Isenlauf, Bremgarten. 37 Zuschauer. SR Maurer/Maurer.


Tore: 11. Trümpi (Schär) 1:0. 13. Herzogenbuchsee 1:1. 13. Herzogenbuchsee 1:2. 16. Dubach 2:2. 17. Herzogenbuchsee 2:3. 25. Dubach (Fuchs) 3:3. 34. Fuchs (Müller) 4:3. 38. Herzogenbuchsee 4:4. 40. Soldera (Renggli A.) 5:4. 43. Strebel Ro. (Trümpi) 6:4. 51. Herzogenbuchsee 6:5.


Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Unihockey Aargau United.

 

Aufstellung Aargau United: Alex Salzmann, André Renggli, Basil Desch, Kevin Battaglia, Fabian Renggli, Marius Jauslin, Gabriel Massaro, Reto Strebel, Domini Bohler, Gabriel Fuchs, Nando Müller, Nicolas Schär, Roger Strebel, Dario Soldera, Tim Kohler, Lukas Trümpi, Fabian Dubach.

Es fehlten: Florian Amstutz, David Lips, Hicham Schärer, Adrian Keusch, Joel Gisler, Tobias Schädeli, Joel Bouilloux, Yanick Zeindler, Michael Iff.