Nach einer abgeklärten Leistung gewinnt Unihockey Aargau United das aus dem Dezember verschobene Auswärtsspiel gegen Black Creek Schwarzenbach mit 4:7.

Start geglückt

Im Dezember machte das Herrenteam von Aargau United bereits einen Ausflug nach Huttwil, um das Spiel gegen Schwarzenbach zu bestreiten. Jedoch hatte der Verband damals nur einen Schiedsrichter aufgeboten, wodurch das Spiel nicht stattfinden konnte. Am Freitagabend wurde diese Begegnung nun nachgeholt, neben den beiden Teams und den Zuschauern auf der Tribüne waren auch zwei Schiedsrichter anwesend. Vor dem Spiel wünschte sich Trainer Wyss von seinen Mannen vor allem eines: "Für einmal darf der Start nicht verschlafen werden. Nicht wie in den vorigen Spielen." Die Vereinten schienen die Warnung ernst zu nehmen, denn in den ersten Sekunden des Spieles zeigten sie sogleich ein Feuerwerk. Bereits nach 20 Spielsekunden knallte der Ball ein erstes Mal an die Torumrandung des Heimteams. Auch danach ebbte der Druck auf das Tor der Schwarzenbacher nicht ab. Beinahe im Minutentakt kamen die Aargauer zu Chancen. Fuchs schaffte es nach fünf Minuten den Ball in den Maschen zu versenken, die Unparteiischen sahen aber einen hohen Stock und das Tor wurde aberkannt. Die Gäste drückten aber weiterhin mächtig aufs Tempo und vom Heimteam waren nur einige nicht allzu gefährliche Konter zu sehen. Die logische Folge war die Führung für Aargau United, erzielt wurde das erste Tor mit einem fabelhaften Rückhandschuss von Dominic Bohler. Im ersten Spielabschnitt kam dann aber für keines der Teams noch etwas Zählbares auf die Anzeigetafel. Obwohl die United zahlreiche hochkarätige Chancen gehabt hätte, aber auch Schwarzenbach kam immer besser ins Spiel, die Tormöglichkeiten für die Heimmannschaft wurden aber allesamt vom sehr stark spielenden Schlussmann Salzmann vereitelt. Zu Beginn des Mitteldrittels sahen die zahlreichen Zuschauer auf den Rängen, wie sich der Trend von vor der Pause fortsetzte. Black Creek konnte nun vermehrt auch Akzente setzen, jedoch standen die Aargauer weiterhin solide in der Defensive. Zur Spielhälfte überschlugen sich dann die Ereignisse. Die Vereinten konnten mit einem Doppelschlag die Führung auf 0:3 erhöhen. Zuerst wurde ein Schussversuch von Roger Strebel zu einer perfekten Vorlage für Raffael Keusch und gleich im nächsten Einsatz zeigte Lukas Trümpi eine hervorragende Einzelleistung. Er eroberte den Ball in der eigenen Hälfte, liess ein Gegner nach dem anderen alt aussehen und donnerte denn Ball eiskalt ins Tor. Das Heimteam sah sich gezwungen ein Time-Out zu nehmen, welches tatsächlich Wirkung zeigte. Mit einem hohen Ball vors Aargauer Tor wurde die gesamte Verteidigung übertölpelt und Schwarzenbach konnte ein erstes Mal einen Torerfolg feiern. Trümpi hatte aber sein Pulver zuvor noch nicht ganz verschossen und zeigte einen praktisch identischen Angriff zur erneuten Drei-Tore-Führung. Lange konnten die Gäste diese komfortable Führung behaupten und erst kurz vor der nächsten Pause musste Salzmann ein weiteres Mal hinter sich greifen. Bei einem schnell ausgeführten Freistoss von Black Creek wurde Schneider sträflich frei gelassen, welcher ohne zu zögern das 2:4 erzielte.

Führung gekonnt verwaltet

Zu Beginn des Schlussabschnittes versuchte Aargau United die aufgekommene Nervosität vom Mitteldrittel wieder abzulegen. Dies klappte sehr gut, denn die Defensive der Gäste war für Schwarzenbach wieder schwierig zu knacken. Das Heimteam, welches sich bereits sicher für die Playoffs qualifiziert hatte, fand keine Antwort gegen die gute Verteidigung. Hinzu kam, dass auch das Umschaltspiel der Aargauer funktionierte. Nach einer erneuten Angriffswelle von Schwarzenbach konnte Massaro den Ball erwischen und zog sofort los in Richtung des Tores. Abgeklärt düpierte er den Torwart in der nahen Ecke. Lange blieb das 2:5 aber nicht bestehen, da bereits eine Minute später das Heimteam erneut verkürzen konnte. Aber näher als zwei Tore kam Black Creek nicht an die Aargauer heran, da Salzmann im Tor weiterhin eine grandiose Leistung zeigte und zum Schluss verdient zum besten Spieler der Partie gewählt wurde. Bereits vier Minuten vor Schluss setzte das Heimteam aber noch einmal alles auf eine Karte und ersetzte den Torhüter durch einen sechsten Feldspieler. Vielleicht war dies auch bereits eine Übung für die anstehenden Playoffs. Der Plan ging jedenfalls nicht auf, Killer konnte aus der eigenen Hälfte ins leere Tor treffen. Der zurückgeeilte Verteidiger von Schwarzenbach war schlicht zu langsam um den Ball noch vor der Linie zu stoppen. Zwar konnte das Heimteam erneut verkürzen, aber den Schlusspunkt setzten dennoch die Aargauer. Richner konnte, wie zuvor Killer, den Ball auch im verwaisten Tor unterbringen zum Schlussstand von 4:7. Mit diesem Sieg liegt Unihockey Aargau United nun nur noch drei Punkte hinter dem drittplatzierten Burgdorf. Im letzten Spiel der Saison könnte die United also tatsächlich noch den dritten Platz erobern, was nach einer verkorksten Hinrunde sicherlich ein versöhnlicher Abschluss für das Team um Captain Björn Strebel wäre. Damit dieser dritte Platz aber in Reichweite bleibt, muss der UHC Burgdorf sein letztes Spiel gegen den klaren Tabellenführer Waldenburg am Samstag verlieren. Wenn es Aargau United dann am Sonntag gegen Sursee gelingt einen genügend hohen Sieg zu erringen wäre der dritte Schlussrang Tatsache. Das Spiel gegen Sursee findet am Sonntag um 17:00 in Sursee statt.

Matchtelegramm:
Black Creek Schwarzenbach - Unihockey Aargau United 4:7 (0:1, 2:3, 2:3)
Campus Perspektiven (Naspo), Huttwil. 60 Zuschauer. SR Bachmann/Fuhrer.

Tore: 9. D. Bohler 0:1. 27. R. Keusch (Ro. Strebel) 0:2. 28. L. Trümpi 0:3. 29. S. Zaugg (M. Thomi) 1:3. 30. L. Trümpi 1:4. 39. T. Schneider (B. Eiholzer) 2:4. 49. G. Massaro 2:5. 50. K. Briggen (P. Burkhalter) 3:5. 57. R. Killer 3:6. 57. S. Zaugg (D. Hiltbrunner) 4:6. 60. P. Richner 4:7.

Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Black Creek Schwarzenbach. 1mal 2 Minuten gegen Unihockey Aargau United.

Aufstellung Aargau United: Florian Amstutz, Raffael Keusch, Philipp Niederöst, Robin Killer, Marius Jauslin, Pascal Richner, Alex Salzmann, Gabriel Fuchs, Lukas Trümpi, Simon Meyer, Björn Strebel, Basil Desch, Gabriel Massaro, Reto Strebel, Roger Strebel, Marc Sennrich, Dominic Bohler
Es fehlten: Dominic Bieri, Michael Köpfli, Fabian Renggli, Andre Renggli, Dario Soldera, Rasul El Khatib (abwesend) David Lips (verletzt)