Von einem katastrophalen ersten Drittel konnte sich Unihockey Aargau United nicht erholen und verlor gegen den UHT Schüpbach klar und verdient mit 5:10

Drei Wochen Vorbereitungszeit
Für einmal hatte Unihockey Aargau United drei Wochen Zeit sich auf das Spiel vorzubereiten. Denn die letzten beiden Wochenenden waren spielfrei, da die Nationalmannschaft das Vier-Länder-Turnier spielte. Dabei gelang der Schweizer Nationalmannschaft der erste Sieg gegen Schweden in der gesamten Geschichte des Unihockeys. Das Team aus dem Aargau hingegen hatte weniger zu feiern, nach der knappen Niederlage gegen den UHC Burgdorf galt es die Lehren zu ziehen und weiter an sich zu arbeiten. Hinzu kam, dass drei neue Spieler in dieser kurzen Zeit ins Team eingegliedert werden mussten. Gabriel Fuchs, Rasul El Khatib und Pascal Richner wechselten vom Erstligisten Lok Reinach zu Aargau United um eine neue Herausforderung anzunehmen.

Kapitaler Fehlstart
Die Zuschauer, welche am Samstagabend den Weg durch den strömenden Regen in die Sporthalle Isenlauf in Bremgarten fanden, sahen bereits ab dem Anpfiff nur ein Team am Ball, den UHT Schüpbach. Bei Aargau United schienen der Kopf und die Beine in der Kabine geblieben zu sein, wenn nicht sogar Zuhause im Bett. Das Heimteam verlor einen Ball nach dem anderen durch Dribblings oder unpräzise Pässe. Aber nicht nur in der Offensive zeigte das Team erhebliche Schwächen, auch die Defensivarbeit war nahezu inexistent. So konnten die Gäste aus dem Emmental ohne grössere Probleme Tor um Tor erzielen. Selbst wenn der erste freie Spieler der Berner den Ball verpasste stand dahinter gleich der nächste mutterseelenallein. Die Konsequenz war eine hochverdiente 6:0 Führung für das Unihockey Team Schüpbach zur ersten Pause. Dieses Drittel wird sich für Aargau United und ihre Anhänger auf der Tribüne wohl wie ein Schlag in die Magengrube angefühlt haben. Doch auch mit Beginn des zweiten Drittels waren in den Reihen der Nordwestschweizer kaum Veränderungen und Anpassungen zu bemerken, einzig zwischen den Torpfosten versuchte neu Alex Salzmann sein Glück. Bis zur Spielmitte musste aber auch er bereits zwei Mal hinter sich greifen und Aargau United nahm beim Stand von 8:0 das Time-Out.

Minimale Steigerung
Nach der kurzen Zwischenbesprechung schaffte es das Heimteam dann endlich auch, einige Chancen zu kreieren. Oft scheiterten die Stürmer aber am guten Torhüter der Gäste, lange konnte dieser am Samstagabend eine ruhige Kugel schieben, aber als sein Eingreifen nötig wurde, war er bereit. Erst eine Minute vor dem Ende des zweiten Drittel gelang den Aargauern das erlösende erste Tor zum 9:1, denn einige Minuten zuvor hatte Schüpbach bereits den neunten Treffer erzielt. Im Schlussdrittel mussten die Emmentaler nichts mehr riskieren und Aargau United versuchte sich in Resultatkosmetik. Dies gelang dem Heimteam vor allem dadurch, dass Schüpbach nicht mehr mit vollem Elan im Spiel war. Als der Schlusspfiff ertönte zeigte die Anzeigetafel ein etwas ausgebessertes 5:10. Der Sieg an diesem Abend ging hochverdient an die Berner, denn Aargau United zeigte eine extrem schwache Leistung. Ob nun endlich Veränderungen vorgenommen werden, wird sich bereits nächsten Sonntag zeigen. Um 16:00 Uhr trifft Aargau United auswärts auf den UHC Biel-Seeland.

ba matchtelegramm

Unihockey Aargau United - UHT Schüpbach II 5:10 (0:6, 1:3, 4:1)
Sporthalle Isenlauf, Bremgarten AG. 50 Zuschauer. SR Chuard/Muntwiler.

Tore: 5. T. Zürcher (S. Kohler) 0:1. 7. S. Kohler (T. Zürcher) 0:2. 15. M. Schenk (M. Hirschi) 0:3. 16. C. Zaugg (S. Hirschi) 0:4. 19. T. Zürcher (C. Zaugg) 0:5. 20. S. Hirschi (M. Neuenschwander) 0:6. 31. S. Lüthi (M. Grunder) 0:7. 31. P. Müller (M. Hirschi) 0:8. 34. P. Müller 0:9. 39. P. Richner (R. El Khatib) 1:9. 44. J. Gisler (N. Schär) 2:9. 47. R. El Khatib (P. Richner) 3:9. 52. M. Grunder (D. Aeschbacher) 3:10. 53. G. Fuchs (R. El Khatib) 4:10. 56. P. Richner (L. Trümpi) 5:10.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Unihockey Aargau United. 2mal 2 Minuten gegen UHT Schüpbach II.
Aufstellung Aargau United: Andre Renggli, Alex Salzmann, Adrian Keusch, Roger Strebel, Reto Strebel, Robin Killer, Joel Gisler, Lukas Trümpi, Fabian Renggli, Basil Desch, Philipp Niederöst, Florian Amstutz, Nicolas Schär, Marius Jauslin, Pascal Richner, Rasul El Khatib, Gabriel Fuchs, Dominic Bohler
Es fehlten: Dario Soldera, Simon Meyer, Gabriel Massaro, Dominic Bieri, Raffael Keusch, Björn Strebel, Michael Köpfli (abwesend) David Lips (verletzt)