Unihockey Aargau United zog bei ihrem Auftritt bei Gruppenfavorit Waldenburg mit 5:4 knapp den Kürzeren. Es fehlte nicht viel für die Überraschung in einer toll gefüllten Halle im Kanton Basel Land.

Spannend bis zur Schlusssirene

Die letzten Minuten laufen zwischen den Waldenburg Eagles und Unihockey Aargau United. Die Gäste werfen nochmals alles in die Waagschale und ersetzen den Torhüter durch einen 6. Feldspieler – vergebens. „Wir haben am Schluss alles probiert, es hat nicht sollen sein“, meinte Trainer Wyss nach dem Spiel enttäuscht. Seine Mannschaft holte im Schlussdrittel einen 2:4 Rückstand auf, verlor die Partie in den Schlussminuten dennoch mit 5:4. „Ich bin stolz auf mein Team. Wir haben uns gegen ein Spitzenteam der 2. Liga im letzten Drittel nochmals zurückgekämpft und waren nahe an der Überraschung dran“, ergänzte der Trainer seine Aussage. Aargau United war wirklich nahe dran am Coup, und hätten sie den einen oder anderen Punkt mitgenommen, Waldenburg hätte sich wohl nicht beklagen dürfen. Denn das Spiel gestaltete sich sehr ausgeglichen. Nach dem ersten Abschnitt stand es 2:2 und beide Teams konnten zahlreiche Chancen verzeichnen. „Das Mitteldrittel gehört ganz klar den Eagles! Über einen höheren Rückstand hätten wir uns nicht beklagen dürfen“, wusste auch Teamchef Marco Staldegger. Das Heimteam nahm in den zweiten 20 Minuten das Zepter in die Hand und zeigte eindrücklich, dass es zu Recht oben in der Tabelle steht. Mehrere Aluminiumtreffer und eine verdiente zwei Tore Führung war dann auch die logische Folge dieser Dominanz. Der nötige Pfeffer hatte das Spiel, nicht zuletzt auch dank den tollen Fans auf den Rängen, die über die gesamte Spielzeit für lautstarke Stimmung sorgten. „Wir spielen immer gerne hier, solch eine Stimmung ist im Unihockey eher selten“, wusste Kapitän Björn Strebel. Diese Stimmung kippte im Schlussdrittel ein wenig, als sich die United eindrücklich zurück kämpfte. Lukas Trümpi und Robin Killer markierten innert wenigen Minuten den Ausgleich und brachten so ihre Farben zurück in eine sehr ausgeglichene Partie. Durch eine Unachtsamkeit fünf Minuten vor Schluss gingen die Gastgeber jedoch wieder in Führung, welche bis zur Schlusssirene bestehen blieb. „Es ist natürlich ärgerlich. Wir spielen gegen die Topteams sehr gut mit, dominieren zum Teil auch, verlieren jedoch mit nur einem Tor Unterschied“, nervt sich Trainer Wyss nach dem schwachen Saisonstart. Seine Mannschaft liegt mit nur einem Punkt aus drei Spielen in der hinteren Region der Tabelle. Muss sich die United also nach hinten orientieren? „Unser Saisonstart war sehr happig. Jetzt folgen die vermeintlich schwächeren Gegner“, analysiert auch Teamchef Staldegger die ersten drei Partien. Wobei er sofort ergänzt: „In dieser Gruppe wird dir nichts geschenkt! Wir werden an unserem Weg festhalten und in den kommenden Spielen punkten müssen.“ Es wäre für die Aargauer definitiv an der Zeit, die ersten Zähler einzufahren, sollten sie nach vorne noch irgendetwas mitreden wollen. Weiter geht es für die United am kommenden Samstag um 19.00 Uhr in Lenzburg gegen Aufsteiger Herzogenbuchsee.