Die 1. Mannschaft von Aargau United blickt auf eine durchzogene Saison zurück. Erst zu Jahresbeginn zeigte das Team von Trainer Daniel Morf gute Leistungen und hatte somit schnell nichts mehr mit dem Abstieg zu tun, auch wenn die Ziele zu Beginn der Saison ganz andere waren. Anders geht es dem letzten Gegner der laufenden Spielzeit, dem UHC Burgdorf. Wollten die Berner möglichst schnell nichts mit dem Abstieg zu tun haben – stehen für sie jetzt schwierige Zeiten bevor.

Viele Abwesende

Vorneweg – für die 1. Mannschaft von Unihockey Aargau United geht es am kommenden Fasnachtssonntag in Burgdorf um rein gar nichts mehr. Klar, das Team will sich unbedingt mit einem Sieg in die Sommerpause verabschieden und die verkorkste Saison so zumindest vom Gefühl her irgendwie retten, rein rechnerisch hat die Partie bei Abstiegskandidat Burgdorf jedoch keine Bedeutung mehr. Anders geht es den ältesten Junioren des Vereines, welche zur selben Zeit in Zürich eines der wichtigsten Spiele der Saison bestreiten. „Unsere U21 Junioren spielen um den Aufstieg, natürlich hat das am Sonntag höchste Priorität“, weiss auch Trainer Daniel Morf und verzichtet deshalb am Wochenende freiwillig auf einige Stammspieler und reist somit sehr dezimiert in den Kanton Bern. „Wir haben dieses Jahr einige Junioren stark in die 1. Mannschaft eingebaut, sie sollen diese gemachten Erfahrungen nun im Aufstiegskampf nutzen können“, gibt auch Teamchef Marco Staldegger Auskunft. Dennoch sind sich die Trainer einig: „Mit einem Sieg in Burgdorf haben wir immerhin einen anschaulichen Mittelfeldplatz auf sicher“, meinen die Führungskräfte fast gleichzeitig.

Anders sieht die Situation bei Burgdorf aus. Für die Berner ist es definitiv nicht das letzte Spiel der Saison – die Playouts wird für sie Anfang März zur brutalen Realität. „Für mich ganz ehrlich unerklärlich, Burgdorf hat uns im Hinspiel in den ersten 20 Minuten wie kein anderes Team dominiert“, zeigt sich Björn Strebel etwas verwirrt. Dennoch werden die Berner noch einige Spiele zu absolvieren haben um sich über die Abstiegsspiele irgendwie doch noch den Klassenerhalt zu sichern. Für sie wäre ein Sieg über Aargau United wohl doppelt wichtig um für die heisse Phase Moral zu tanken. Ein Blick auf die Statistik wird den Bernern jedoch kaum grosse Hoffnungen machen: Die letzten beiden Spiele gegen Unihockey Aargau United verlor man beide mit einem Gesamttorverhältnis von 0:15 – nicht unbedingt das beste Omen. Daniel Morf ist dies alles egal: „Es ist ein neues Spiel und gleichzeitig unser letztes in dieser Konstellation, das wollen wir geniessen.“ In dieser Konstellation? Wie das Team von Unihockey Aargau United in der nächsten Saison aussehen wird, steht noch in den Sternen: „Die Gespräche laufen!“, meint Teamchef Marco Staldegger kurz und knapp und zeigt damit deutlich – es wird wohl Veränderungen geben, aber man will sich noch nicht zu früh in die Karten schauen lassen.