Die Messe ist gelesen. Für Unihockey Aargau United geht es beim letzten Heimspiel der Saison gegen Biel Seeland am kommenden Samstag um 19.00 Uhr in der Isenlaufhalle in Bremgarten nur noch um die goldene Ananas. Für Trainer Daniel Morf bedeutet das letzte Spiel vor heimischen Kulisse jedoch viel mehr.

Versöhnlicher Abschluss

Es war definitiv nicht die Saison der United. Nach einem schwachen Saisonstart fanden die Aargauer den Tritt nie wirklich und zeigten sich erst zu Beginn des neuen Jahres von ihrer besseren Seite. Nicht viel anders geht es dem Gegner vom kommenden Samstag, dem UHC Biel Seeland. Die Berner erhofften sich von der aktuellen Spielzeit ebenfalls viel mehr und stehen zwei Spiele vor Saisonschluss undankbar nur einen Punkt vor Aargau United da. „Wir sind momentan wohl beide in einer ähnlichen Situation“, schätzt Trainer Daniel Morf die Situation wohl richtig ein. Dies wird wohl auch der Grund sein, dass es für den ambitionierten Villmerger um mehr geht, als die bekannte goldene Ananas: „Wir haben uns dieses Jahr viel mehr vorgenommen und wurden bitter enttäuscht, deshalb ist ein versöhnlicher Abschluss im Ausblick auf das kommende Jahr enorm wichtig“. Daniel Morf als Psychologe? Mitnichten! „Ich habe viele Erfahrungen in meiner Trainerkarriere gemacht, niemand will eine verkorkste Saison mit einer Niederlagenserie beenden“. Dasselbe gilt jedoch auch für den Gegner Biel Seeland. Eine Situation, die also sehr wohl noch für Spannung sorgen wird. Auch aufgrund der Tatsache, dass die Aargauer mit einem Sieg in der Tabelle an den Bernern vorbeiziehen könnten. Das Hinspiel in Biel entschied Aargau United nach einer hektischen Schlussphase mit 2:3 für sich – die Berner hätten also noch eine Rechnung offen. „Keiner verliert gerne in einer Saison zweimal gegen dasselbe Team“, weiss auch Stürmer Michael Köpfli, der auch kurz vor Saisonende den Fokus nicht verloren hat. „Wir wollen das letzte Heimspiel unbedingt gewinnen!“ Für ihn und seine Mannschaft steht am kommenden Samstag um 19.00 Uhr in der Isenlaufhalle in Bremgarten also ein Spiel an, in welchem es rein rechnerisch zwar um nicht mehr sehr viel geht – vom psychologischen Aspekt her jedoch viel auf dem Spiel steht.