Das Hinspiel verlor Aargau United gegen Brugg in der heimischen Isenlaufhalle äussert unglücklich und knapp aufgrund schwachen drei Minuten. Am kommenden Samstag steht das Rückspiel in Brugg an, in welchem es vor allem für die Gastgeber um sehr viel geht.

Hohes Prestige

Die Derbys zwischen Brugg und Aargau United waren in den vergangenen Jahren immer von hartem Kampf und viel Leidenschaft geprägt. So auch das Hinspiel in der aktuellen Saison, welches die Powermäuse aus Brugg knapp für sich entscheiden konnte und Aargau United ins Verderben schickte. Es war wohl die Schlüsselpartie dieser aktuellen Spielzeit, welcher der United das letzte Selbstvertrauen kostete und in diesem Jahr schlussendlich gegen den Abstieg spielen musste. Nicht so die Brugger. Die Mannschaft um Trainer Nick Baur spielt bisher eine hervorragende Saison und steht nicht unverdient auf Platz vier mit nur einem Punkt Rückstand auf die Playoffplätze. „Für Brugg geht es in diesem Derby um sehr viel und ist für einmal der deutliche Favorit in dieser Partie.“, weiss auch Trainer Daniel Morf einige Tage vor dem Klassiker. Für Aargau United im Gegensatz ist die Saison bereits gelaufen. Mit zwei Siegen gegen Schüpbach und Langenthal hat sich die Mannschaft bereits jetzt theoretisch von den Abstiegsspielen verabschiedet und kämpft lediglich noch darum, einen guten Saisonabschluss zu finden. „Ein Derby ist ein Derby! Das will man immer gewinnen!“ gibt sich Kapitän Björn Strebel dennoch zielorientiert und verweist auf die guten Leistungen seines Teams seit Beginn dieses Jahres. Der Wechsel an der Bande schien bei den ambitionierten Aargauern definitiv Früchte zu tragen und sorgte bisher für den erhofften frischen Wind. Neben den beiden Vollerfolgen in den letzten Meisterschaftspartien zeigte die Mannschaft von Daniel Morf auch in Testspielen gegen Erstligist Zuger Highlands und Zweitliga Spitzenreiter Hünenberg eine sehr gute Leistung und tankte somit wieder viel Selbstvertrauen. Selbstvertrauen, welches es gegen starke Brugger brauchen wird. „Wir wollen in den letzten drei Saisonspielen neun Punkte“, gab Morf bereits vor einigen Tagen deutlich zu Protokoll. Eine ambitionierte Aussage, welche mit den aktuellen Auftritten seines Teams scheinbar zu vereinbaren ist. „Zum einen können wir ohne Druck aufspielen, zum anderen muss ich kein einziger Spieler für ein Derby zusätzlich motivieren“, ist sich auch Teamchef Marco Staldegger bewusst und freut sich auf den Klassiker am nächsten Samstag. Die Rollenverteilung ist klar: Brugg muss gewinnen, wollen sie weiterhin um den Aufstieg mitreden – Aargau United darf und will gewinnen, wollen sie dem Kantonsrivalen zum Saisonende noch ein Bein stellen. Das Spiel wird am Samstag um 19.00 Uhr in der Mülimatthalle in Windisch angepfiffen.