Der Leader aus der Kantonshauptstadt war für die United auch im neuen Jahr zu stark. Trotz guter Leistung vor einer tollen Kulisse kassierte das Team von Trainer Daniel Morf gegen Aarau eine 5:7 Niederlage. Die Stimmung im Lager der Blauweissen ist dennoch positiv.

Vorwärts schauen

„Es war wohl die beste Leistung der Mannschaft in dieser Saison“, argumentierte Trainer Daniel Morf die Niederlage unmittelbar nach der Schlusssirene. Eine Leistung der United, welche trotz dem Rückschlag zu Beginn des neuen Jahres für eine positive Stimmung im Lager der Aargauer sorgt. Durch den Trainerwechsel sollte ein neuer Wind durch die Hallen wehen. Dieser Wind glich zur Beginn der Partie dann aber eher einer starken Böe als einem lauen Lüftchen. Denn das Heimteam startete viel besser in die Partie wie der Leader aus Aarau und führte in diesem Derby, welches viele Zuschauer anlockte nach zehn Spielminuten nicht unverdient mit 2:0. „Der Auftritt in den ersten zehn Minuten hätten wir wohl über die gesamte Partie gebraucht“, war sich auch Teammanager Staldegger nach dem Spiel sicher. Die United baute nach dieser verdienten Führung im Startdrittel immer mehr ab, steigerte sich zum Schluss der Partie jedoch wieder deutlich. Für eine Überraschung gegen den Spitzenreiter aus Aarau reichte es dennoch nicht. Zu gut und abgeklärt spielte der Leader die sechzig Minuten zu Ende, welcher einmal mehr auf einen überragenden Verteidiger Thomas Vojtisek zählen konnte. Der Tscheche, welcher an diesem Abend selber dreimal erfolgreich war, machte der United das Leben unglaublich schwer und sorgte, wie bereits in unzähligen anderen Partien, für den nötigen Unterschied in einem engen und ausgeglichenen Spiel. Die Aarauer können nach diesem Sieg im Derby wohl die Playoffs planen. Anders sieht die Situation bei Aargau United aus. Man steckt mitten im Abstiegskampf und braucht dringend Punkte. „Ich bin positiven Mutes. Wir haben gut gespielt und können darauf aufbauen“, gibt Trainer Daniel Morf zu Protokoll. Eine Aussage, die so wohl jeder Zuschauer am Samstagabend in der Isenlaufhalle unterschreiben würde. Es war ein ausgeglichenes Derby mit dem besseren Ende für den Leader. „Wenn es läuft, dann gewinnst du eben auch diese Spiele“, wusste auch Kapitän Björn Strebel die 5:7 Niederlage richtig einzuordnen. „Dennoch, für „gut“ spielen, hat bisher noch keiner Punkte erhalten“, fügte er lachend hinzu.

Punkte brauchen die Aargauer. Am besten schon am nächsten Sonntagabend um 17.00 Uhr auswärts in Zollbrück gegen ein Schüpbach, welches gut in die Saison startete, sich unterdessen jedoch wie die Aargauer nach hinten orientieren musste. „Es wird ein schwieriges Spiel, aber wir werden uns die ganze Woche gezielt darauf vorbereiten“, gibt sich Daniel Morf zielorientiert. Worte eines neuen Cheftrainers, welcher dafür sorgen will, dass aus dem neuen Wind, definitiv eine Böe wird.

 

Positiv zu erwähnen: Die Schiedsrichter holten sich in diesem Derby absolute Bestnoten ab. Das Duo Bützer / Bützer leitete das Derby einwandfrei und hochprofessionell, was auch einmal erwähnt werden darf.

 

ba matchtelegramm

Unihockey Aargau United – Team Aarau 5:7 (2:3 1:3 1:3 2:1)

Isenlaufhalle, Bremgarten 130 Zuschauer. SR Bützer / Bützer


Tore: 6. Amstutz (Meyer) 1:0, 7. Björn Strebel (Keusch) 2:0, 10. Vojtisek (Glettig) 2:1, 16. Stoltenberg (Colombo) 2:2, 18, Vojtisek (Glettig) 2:3, 22. Colombo (Lacerda) 2:4, 26. Vojtisek (Maurer) 2:5, 31. Köpfli (Soldera) 3:5, 32. Colombo (Stoltenberg) 3:6, 41. Massaro (Keusch) 4:6, 49. Colombo 4:7, 55. Roger Strebel (Reto Strebel) 5:7

Strafen: 4x 2 Minuten gegen Aargau United, 2x 2 Minuten gegen Aarau

Aufstellung Unihockey Aargau United

Lips, Fabian Renggli, Reto Strebel, Michel, Köpfli, Roger Strebel, Amstutz, Massaro, Keusch, Björn Strebel, Soldera, Vallotton, Michel, Gisler, Cyril Müller, Desch, Bieri, Trümpi, Martin Müller, Meyer

Bemerkungen: Aargau United ohne Kobel, Killer (verletzt), Dubach (krank), Andre Renggli, Nideröscht, Stutz, Streuli (nicht im Aufgebot)