Das Jahr 2016 war für Aargau United ein Wechselbad der Gefühle. Nach dem knapp verpassten Aufstieg letzte Saison waren die Erwartungen auf die aktuelle Spielzeit hoch – sehr hoch – wohl zu hoch. Nach einer katastrophalen Vorrunde soll das neue Jahr nun endlich wieder besser werden. Der Gegner zum Jahresstart am kommenden Samstag ist jedoch kein geringerer als der Kantonsrivale und souveräner Leader Aarau.

Hoch gepokert

Genau vor einem Jahr stand Unihockey Aargau United hoch im Kurs. Das Team stand auf einem Aufstiegsplatz und liebäugelte mit der ersten Liga. Dieses Ziel wurde kurz vor Ende der Saison jedoch verpasst. Dennoch war die Stimmung im Team und im gesamten Verein so gut, dass das Ziel Aufstieg auf die jetzige Saison klar vorgebeben wurde. „Wenn man zweimal um den Aufstieg mitspielt, darf man solch ein Saisonziel angeben“, meint Trainer Daniel Morf zur Zielsetzung des Vereines zu Beginn der Saison. Hoch gepokert wurde im Lager der Aargauer, vielleicht etwas zu hoch? „Wenn du so etwas öffentlich sagst, dann will dich natürlich jeder schlagen“, wusste auch Teammanager Staldegger. Egal ob die United zu hoch pokerte oder nicht, die jetzige Situation ist eine ganz andere. Die Aargauer stehen mitten im Abstiegskampf. Damit mussten sich die Blauweissen auch erst einmal anfreunden. „Wenn man oben mitspielen will, sich dann aber am Ende der Tabelle wiederfindet, ist das natürlich ein schlechtes Gefühl, wir wollen uns aber nicht verrückt machen lassen“, weiss Kapitän Björn Strebel genau und er weiss wohl wovon er spricht. Im letzten Jahr wurde er mit Zug United souverän Qualifikationssieger und scheiterte gegen alle Erwartungen sang und klanglos an Davos. „Im Sport läuft nicht immer alles so wie man es sich wünscht, wahre Sieger sind die, die wieder aufstehen wenn sie am Boden sind“, fügt der Kapitän hinzu.

Die Realität ist, die Aargauer sind im Moment am Boden und müssen wieder aufstehen, wollen sie so schnell wie möglich mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Einfach wird diese Angelegenheit am kommenden Samstag um 19.00 Uhr in Bremgarten gegen den souveränen Leader aus Aarau sicher nicht. „Aarau machte seine Sache in dieser Saison mehr als gut, wir werden den perfekten Tag brauchen um nicht ohne Punkte nach Hause gehen zu müssen“, ist sich auch Trainer Daniel Morf bewusst. Für ihn wird es ohnehin ein sehr spezielles Spiel werden, denn zum ersten Mal steht der Villmerger als Cheftrainer an der Bande der United. Nicolas Emch legte auf Ende Jahr eine Pause ein. „Die Spieler wussten dies bereits zu Beginn der Saison, es hat also nichts mit den momentanen Leistungen der Mannschaft zu tun“ gibt Teamchef Staldegger zu Protokoll. Eine Situation, auf die man gespannt sein darf. Denn durch diesen Wechsel an der Bande wird definitiv ein neuer Wind durch die Halle wehen, ob positiv oder negativ wird sich zeigen. Vielleicht schon am Samstagabend um 19.00 Uhr in der Isenlaufhalle gegen den Leader aus Aarau.