Mit einem Sieg zuhause in Lenzburg, wollten sich die Aargauer in einer bisher verkorksten Saison selbst ein kleines Weihnachtsgeschenk machen und mit einem guten Gefühl in die Weihnachtspause gehen. Es sollte jedoch an diesem Samstag alles anders kommen.

Desaströses Startdrittel

Bereits nach 39 Sekunden mussten die Gastgeber den ersten Dämpfer in Form des ersten Gegentores hinnehmen. Nach einem schönen Weitschuss konnten sich die Badener über die 0:1 Führung freuen. Wenige Minuten später durften sich die Gäste bereits wieder über den nächsten Treffer freuen und zogen bereits nach wenigen Minuten mit einem 2 Tore Vorsprung davon. Aargau United war jedoch auch weiterhin nicht in der Lage zu reagieren und die Spieler schienen mit dem Tempo der Badener völlig überfordert zu sein. So kam es wie es kommen musste und die Verteidigung der Heimmannschaft wurde immer wieder ausgespielt. Die Badener wurden nicht richtig angegriffen und hatten viel zu viel Platz. Diesen Platz nutzten sie für Treffer 3,4 und 5, bevor das erste Drittel zu Ende ging.

Leistungssteigerung im Mitteldrittel

Nach dem sehr schwachen Auftritt im ersten Drittel und einer feurigen Ansprache der Trainer, fanden die Aargauer ihren Mut und spielten wie verwandelt. Es waren nun die Gäste aus Baden, welche in ihrer Platzhälfte eingeschnürt wurden. Die UAU-Spieler arbeiteten sich eine gute Chance nach der Anderen heraus, scheiterten jedoch immer wieder am Badener Schlussmann. Baden-Birmenstorf ihrerseits kamen nur noch selten in Abschlussposition und beschränkte sich beinahe ausschliesslich aufs Verwalten des Vorsprungs. Nach 32 gespielten Minuten konnte das Heimteam im Powerplay reüssieren. Killer traf auf Pass von Keusch. Der Badener Goalie hielt in der Folge seine Farben jedoch mit starken Paraden im Spiel, sodass es bei diesem einen Treffer für die Vereinten blieb.

Verzweifeltes Schlussdrittel:

Auch in den letzten 20 Minuten scheiterten die Aargauer ständig am Keeper von Baden-Birmenstorf. Da die Heimmannschaft nun alles nach vorne warf, boten sich Baden-Birmenstorf öfters vielversprechende Konter und auch Tormöglichkeiten, die Torhüter Lips aber bravourös parierte. Acht Minuten vor der Schlusssirene nahm die United den Torhüter vom Feld und versuchte mit einem zusätzlichen Spieler nochmals heran zu kommen. Die Gäste aus Baden liessen sich nicht zweimal bitten und erzielten den Treffer ins leere Goal. Kurz darauf vollendeten sie einen weiteren Konter und setzten den Schlusspunkt zum 1:7 in einer bereits früh entschiedenen Partie.

Fazit

Das Jahr 2016 endet mit einer deutlichen Niederlage für die Vereinten. Dieses Spiel war symptomatisch für die bisherige Saison. In der Offensive war man zu harmlos und liess die unzähligen Chancen ungenutzt verstreichen. Ausserdem spielte man erneut nicht über 60 Minuten auf dem Niveau, dass es gebraucht hätte, um Baden-Birmenstorf zu schlagen. Für das neue Jahr müssen diese Fehler ausgemerzt werden, dann könnten noch einige Punkte auf dem Konto gutgeschrieben werden.

ba matchtelegramm

Unihockey Aargau United – Unihockey Baden-Birmenstorf 1:7 (0:5 1:0 0:2)

Turnhalle Angelrain – Lenzburg, SR: Nicolas Gestach, Lukas Gestach

Tore: 1. Burger (Brunner) 0:1, 4. Kupper (Brunner) 0:2, 11. Brunner (Laube) 0:3, 15. Egloff  (Hansmann) 0:4, 20. Laube (Kupper) 0:5, 33. Killer (Keusch), 1:5, 54. Burger (Laube) 1:6, 56. Kupper (Laube) 1:7

Strafen: 2x2 Minuten gegen Unihockey Aargau United, 2x2 Minuten gegen Baden-Birmenstorf

Aufstellung Unihockey Aargau United: C. Müller, Lips, Killer, Desch, Reto Strebel, M. Müller, Köpfli, Keusch, Björn Strebel, Nideröst, Meyer, Jauslin, Stutz, Streuli, Vallotton, Soldera, Massaro, Michel, Amstutz, Dubach

Bemerkungen: Unihockey Aargau United ohne Bieri, Kobel, Marti (verletzt) Roger Strebel, A. Renggli, F. Renggli, (Urlaub) Burch, Gisler, Schär (nicht im Aufgebot)