In einem ausgeglichenen Spiel zwischen Schwarzenbach und Aargau United zieht das Team von Trainer Nicolas Emch und Daniel Morf den Kürzeren. Die 7:5 Niederlage ist sehr ärgerlich, über das gesamte Spiel betrachtet jedoch auch nur logisch.

Mangelhafte Chancenauswertung

„Meiner Meinung nach hätten wir das Spiel gewinnen müssen“, analysiert Trainer Emch die Partie kurz nach der Schlusssirene. Hätten – Müssen. Die Aargauer hatten über die gesamte Spielzeit sicherlich mehr Abschlüsse auf das gegnerische Gehäuse, welche jedoch mehrheitlich ungenutzt blieben. „Es ist genau diese Chancenauswertung, die mich einfach nachdenklich macht“, meint der Coach zur mageren Ausbeute seiner Mannschaft. Die United suchte den Abschluss oft, sehr oft, scheiterte jedoch immer wieder an sich selber oder am berner Schlussmann. „Wir treffen teils das leere Tor nicht, diese Kaltschnäuzigkeit kann ich keinem beibringen“, weiss auch Trainer Daniel Morf.

Das Spiel war über drei Drittel dennoch sehr ausgeglichen. Schwarzenbach startete aber eher besser ins Spiel und liess die gegnerischen Verteidiger teils uralt aussehen. Die Einheimischen hatten im Laufe des Spiels jedoch immer mehr Mühe mit der schnellen Spielart der Gäste. „Wir haben alles probiert, es hat schlussendlich einfach nicht sein sollen“, versucht Kapitän Björn Strebel die ärgerliche Niederlage zu erklären. Was der United hoch angerechnet werden darf: Das Team gab nie auf. Auch nach einem 5:2 Rückstand, nach der Hälfte der Spielzeit, wurde konzentriert weiter gearbeitet und der Anschluss wieder gefunden. Vor allem die Brüder Strebel zeigten sich an diesem Abend von ihrer besten Seite. Reto und sein jüngerer Bruder Roger trafen gleich je zweimal ins Netz und sorgten so dafür, dass ihre Mannschaft bis kurz vor Schluss von einem Vollerfolg träumen durfte. „Ich hätte lieber kein Tor gemacht, dafür hätten wir gewonnen“, reagiert Stürmer Roger Strebel nach dem Spiel sichtlich genervt. „Am Schluss braucht es alle, nicht nur Einzelne“, weiss auch Trainer Emch und spricht damit die Tatsache an, dass zur Zeit immer dieselben Spieler erfolgreich sind. Etwas, an dem die Mannschaft arbeiten muss. Denn die Situation wird für die ambitionierte United immer ungemütlicher. Langenthal wie auch Burgdorf konnten an diesem Wochenende punkten, was bedeutet, dass die Aargauer sich langsam aber sicher im Abstiegskampf befinden, holen sie nicht gegen ihre direkte Konkurrenten die wichtigen Punkte. „Die Rückrunde hat gerade erst begonnen, wir arbeiten immer auf das nächste Spiel hin“, gibt auch Trainer Emch als er mit dieser Aussage konfrontiert wird zu Protokoll, Für seine Mannschaft geht es am kommenden Wochenende in Bremgarten weiter. Während des Christkindlimarktes trifft Aargau United um 19.00 Uhr in der Isenlaufhalle auf die Waldenburg Eagles. Ein Gegner, gegen den es dringend wieder zu punkten gilt.

 

ba matchtelegramm

Sportzentrum, Huttwil. SR Diem / Hintermann


Tore: 2. Flückiger (Leibundgut) 1:0, 5. Björn Strebel (Keusch) 1:1, 6. Reto Strebel (Keusch) 1:2, 16. Flückiger 2:2, 17. Flückiger (Flückiger) 2:3, 26. Leibundgut (Flückiger) 2:4, 34. Zaugg 5:2, 39. Reto Strebel (Roger Strebel) 5:3, 41. Roger Strebel (Keusch) 5:4, 54. Mosimann 6:4, 59. Mathys (Mosimann) 7:4, 60. Roger Strebel (Keusch) 7:5

Strafen: 3x 2 Minuten gegen Schwarzenbach, 2x 2 Minuten gegen Aargau United

Aufstellung Unihockey Aargau United

Cyril Müller, Fabian Renggli, Reto Strebel, Köpfli, Roger Strebel, Amstutz, Bieri, Massaro, Killer, Martin Müller, Keusch, Desch, Björn Strebel, Soldera, Streuli, Stutz, Martin Müller, Vallotton, Niederöst

Bemerkungen: Aargau United ohne Kobel, Michel (verletzt), Dubach, Marti, Burch, Lips (nicht im Aufgebot) Stutz (Arbeit), Andre Renggli (krank)